JOHANN WOLFGANG VON GOETHE
AUGUSTIN MANNERHEIM
LIVSKÄLLA UR DÖDEN SPRUNGEN


8. TILL MÅNEN 1

Füllest wieder’s liebe Tal
Still mit Nebelglanz,
Lösest endlich auch einmal
Meine Seele ganz;

Breitest über mein Gefild
Lindernd deinen Blick,
Wie der Liebsten Auge mild
Über mein Geschick.

Das du so beweglich kennst,
Dieses Herz im Brand,
Haltet ihr wie ein Gespenst
An den Fluss gebannt,

Wenn in öder Winternacht
Er von Tode schwillt
Und bei Frühlingslebens Pracht
An den Knospen quillt.

Selig, wer sich vor der Welt
Ohne Hass verschliesst,
Einen Mann am Busen hält
Und mit dem geniesst,

Was, dem Menschen unbewusst
Oder wohl veracht,
Durch das Labyrinth der Brust
Wandelt in der Nacht.





ÅTER
KOLOFON